Anwendung einer standardisierten Mundpflege zur Prophylaxe und Therapie einer Mukositis hei Patienten während der Radiochemotherapie von Kopf-Hals-Malignomen
Ch. Hasenaua, B. Clasen, D. Roettger
- aUniv.-Hals-Nasen-Ohrenklinik und Poliklinik rechts der Isar (TU) München
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Abstract
Bei der Radiochemotherapie von Malignomen im Kopf-Hals-Bereich tritt regelmäßig als Nebenwirkung eine zunächst aseptische Mukositis auf (3). Im Falle der Superinfektion mit pathogenen Keimen kann die Ausprägung der Mukositis zur Unterbrechung der Tumortherapie zwingen und auch bedrohliche Komplikationen verursachen, wie fulminante septische Infektion, Ausbreitung zum Ösophagus bis zur Mediastinitis, generalisierte Mykosen (4, 10, 14). Es wird hier die systematische, lokale, kombinierte Anwendung von H202, PVP-Jod, Nystatin und Dexpanthenol-Lösung zur Prophylaxe und Therapie der radiochemotherapeutisch induzierten Mukositis erläutert. Während der 16monatigen Anwendung in der HNO-Klinik am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München traten die subjektiven und objektiven Symptome der Mukositis nur in geringer Ausprägung auf, und bei keinem der so behandelten Patienten mußte die Tumortherapie wegen einer Mukositis unterbrochen werden.
TL;DRDuring 16 months of application of the systematic local combined application of H202, povidone iodine, nystatine and dexpanthenol solution symptoms of mucositis appeared only to a minor extent and no interruption of radiochemotherapy was necessary at any time. (Semantic Scholar)

