Möglichkeiten und Grenzen der Gefäßdarstellung im Angiotomogramm in Abhängigkeit von Detailkontrast und -größe sowie von der Lagebeziehung zwischen Detail und Schichtrichtung
Jürgen Freyschmidta, K. Rittmeyera
- aInstitut für klinische Radiologie (Direktor: Prof. Dr. med. H. St. Stender) der Medizinischen Hochschule Hannover und Radiologische Universitätsklinik Göttingen (Direktor: Prof. Dr. med. H. Poppe)
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Abstract
Anhand von Modellversuchen und postmortalen Angiogrammen wird aufgezeigt, daß die der Angiotomographie bisher zugesprochenen Vorzüge, wie Z. B. eine beweisende Tiefenzuordnung, in Organgebieten mit stark wechselnder Gefäßverlaufsrichtung nur unsicher zu erreichen sind. Der Verwischungseffekt von überlagernden Gefäßen hängt neben dem Gefäßkontrast und -kaliber im wesentlichen von deren Ausrichtung zur Verwischungsrichtung ab: Längs zur Verwischungsrichtung verlaufende Gefäße können in weit von ihnen entfernt gelegene Schichten als Stör- bzw. Verwischungsschatten mitgeschleppt werden, hingegen quer zur Verwischungsrichtung gelegene Gefäße in nur geringem Abstand von der Drehpunktebene verhältnismäßig rasch zur vollständigen Verwischung kommen. Die gewünschte Erfassung von quer zur Verwischungsrichtung liegenden Gefäßen mit dem Simultanschichtverfahren kann damit zusammenhängend unter Umständen erheblich erschwert werden. Auf die klinische Bedeutung der Untersuchungsergebnisse wird hingewiesen.

